Was ist ein Workflow?

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Ein Workflow ist ein strukturierter Ablauf aus mehreren Schritten, der selbstständig gestartet und ausgeführt wird.

Die Kernidee

Ein Auslöser startet den Workflow. Danach verarbeitet das System Daten, ruft Dienste auf und führt die definierten Schritte aus.

Beispiel aus dem Alltag:
Trifft eine E-Mail mit dem Betreff „Rechnung“ ein, wird sie in einen Ordner verschoben und als PDF gespeichert. Der gesamte Ablauf erfolgt automatisch im Hintergrund.

Der Aufbau: Trigger, Nodes, Verbindungen

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Jeder Workflow besteht aus denselben drei Grundelementen, egal wie einfach oder komplex er ist.

1. Trigger (Auslöser)

Ein Trigger wartet auf ein Ereignis und startet den Workflow, sobald dieses eintritt. Beispiele sind eingehende E-Mails, Zeitpläne, Button-Klicks oder neue Einträge in einer Tabelle.

2. Nodes (Verarbeitungsschritte)

Nodes übernehmen einzelne Aufgaben innerhalb des Workflows: Daten abrufen, filtern, umformen, versenden oder an andere Dienste weitergeben. In n8n werden sie als visuelle Bausteine per Drag-and-drop verbunden.

3. Verbindungen (Pfade)

Verbindungen bestimmen die Reihenfolge der Abläufe und übertragen Daten von einem Node zum nächsten. Je nach Bedingung kann ein Workflow dabei unterschiedliche Pfade einschlagen.

Schema eines einfachen Workflows:

[Trigger] → [Node 1] → [Node 2] → [Node 3] → [Ergebnis]

Mit Verzweigung:
[Trigger] → [Prüfung] → Ja: [Aktion A]
                  → Nein: [Aktion B]

Trigger – der Startschuss

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Ohne Trigger passiert nichts. Der Trigger ist die Bedingung, die einen Workflow in Gang setzt.

Ein Workflow läuft nicht dauerhaft. Er schläft, bis sein Trigger-Ereignis eintritt. Dann startet er, führt alle Schritte aus und geht danach wieder in den Wartezustand. Das macht Workflows effizient, sie verbrauchen nur dann Ressourcen, wenn wirklich etwas zu tun ist.

Die häufigsten Trigger-Typen in n8n:

Zeitplan-Trigger

Startet zu einem festgelegten Zeitpunkt oder in einem Intervall. Beispiel: täglich um 7:00 Uhr, jede Stunde, jeden ersten Montag im Monat. Nützlich für regelmäßige Aufgaben wie Berichte, Datensicherungen oder Statusmeldungen.

Webhook-Trigger

Empfängt Daten von einem externen Dienst in Echtzeit. Meldet ein anderes System ein Ereignis, etwa ein ausgefülltes Formular, eine eingegangene Zahlung oder einen Sensorwert, wird die Webhook-URL aufgerufen und der Workflow startet sofort.

App-Trigger

Reagiert auf Ereignisse in verbundenen Diensten. Beispiele sind neue E-Mails in Gmail, Einträge in Google Sheets, Nachrichten in Slack oder Dateien in Google Drive. Sobald ein passendes Ereignis erkannt wird, startet n8n den Workflow.

Manueller Trigger

Startet den Workflow per Knopfdruck. Besonders nützlich beim Entwickeln und Testen oder für Aufgaben, die nur bei Bedarf ausgeführt werden sollen.

Aktionen – was der Workflow tut

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Nach dem Trigger folgen die Aktionen. Sie verarbeiten Daten, verbinden Dienste und führen Aufgaben aus.

Daten abrufen

Informationen aus APIs, Datenbanken oder Dateien laden.

Beispiel: Ladestationsdaten abrufen, Wetterdaten auslesen oder Tabelleninhalte importieren.

Daten umformen

Daten filtern, zusammenfassen, umstrukturieren oder berechnen.

Beispiel: freie Ladepunkte herausfiltern, Texte kürzen oder Datumsformate anpassen.

KI einsetzen

Inhalte an ein Sprachmodell senden und die Antwort im Workflow weiterverwenden.

Beispiel: E-Mails zusammenfassen, Bewertungen analysieren oder Antwortvorschläge erzeugen.

Daten senden oder speichern

Ergebnisse an andere Dienste übertragen oder dauerhaft speichern.

Beispiel: E-Mails versenden, Benachrichtigungen posten, Datenbankeinträge schreiben oder Dateien speichern.

Bedingungen prüfen

Den Ablauf abhängig von Daten oder Regeln verzweigen.

Beispiel: Bei weniger als 20 % Ladestand eine Benachrichtigung senden, sonst nichts ausführen.

Datenfluss – wie Informationen weitergegeben werden

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Jeder Node empfängt Daten, verarbeitet sie und gibt das Ergebnis an den nächsten weiter. So fließen Informationen durch den gesamten Workflow.

In n8n arbeiten alle Nodes mit einem einheitlichen Datenformat: JSON. Dabei werden Informationen strukturiert gespeichert, ähnlich wie in einer ausgefüllten Tabelle mit Feldnamen und Werten. Jeder Node kann diese Daten lesen, verändern oder um neue Einträge ergänzen, bevor sie weitergegeben werden.

Beispiel: Datenfluss bei einer Ladestation-Abfrage

Trigger (Zeitplan, täglich 7 Uhr)
↓ startet den Workflow

Node 1: API-Abfrage
→ sendet Anfrage an Ladestation-API
→ empfängt: Liste aller Stationen mit Status

Node 2: Filter
→ liest Liste, behält nur Einträge mit Status „frei"
→ gibt weiter: gefilterte Liste freier Stationen

Node 3: Nachricht senden
→ liest gefilterte Liste
→ sendet Zusammenfassung per E-Mail oder Telegram

Jeder Node sieht nur die Daten, die der vorherige übergeben hat. Das macht Workflows übersichtlich: Jeder Schritt hat eine klar definierte Aufgabe und eine klar definierte Ein- und Ausgabe.

Beispiel 1: EV-Ladesäulen-Finder

Trigger
Täglich um 7:30 Uhr.

Aktionen
API der Ladeinfrastruktur abfragen → freie Stationen in Hamburg-Winterhude herausfiltern → Ergebnis per Telegram senden.

Ergebnis
Jeden Morgen automatisch sehen, ob die bevorzugte Ladestation frei ist.

Beispiel 2: Fotografie-Workflow

Trigger
Neue Datei im Ordner „Kamera-Import“.

Aktionen
Bildmetadaten auslesen → KI beschreibt den Bildinhalt → Datei umbenennen → nach Datum sortieren.

Ergebnis
Neue Fotos landen automatisch am richtigen Ort mit passendem Dateinamen.

Beispiel 3: Gitarren-Akkord-Assistent

Trigger
Eine Texteingabe wird per Webhook gesendet.

Aktionen
Text an ein KI-Modell senden → passende Akkorde erzeugen → Antwort formatieren → Ergebnis zurückgeben.

Ergebnis
Aus einer Beschreibung entstehen konkrete Akkordvorschläge mit weiterführenden Links.

Workflow vs. manueller Ablauf

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Was ein Mensch einmal erledigt, kann ein Workflow hundertmal zuverlässig wiederholen, ohne Fehler, ohne Pause, ohne Vergessen.

Eigenschaft Manuell Workflow
Wiederholbarkeit Fehleranfällig, zeitaufwändig Identisch bei jeder Ausführung
Reaktionszeit Abhängig von Verfügbarkeit Sofort oder zum geplanten Zeitpunkt
Skalierung Begrenzt durch Zeit und Aufmerksamkeit Läuft gleichzeitig für viele Aufgaben
Dokumentation Oft nur im Kopf Sichtbar als Diagramm, exportierbar
Anpassung Sofort, flexibel Erfordert Änderung im Editor
Geeignet für Einmalige, kreative, komplexe Aufgaben Wiederkehrende, klar definierte Abläufe

Merksatz:
Ein Workflow lohnt sich immer dann, wenn eine Aufgabe mehrfach auf die gleiche Weise erledigt wird und zuverlässig zum gleichen Ergebnis führen soll.

Nächste Schritte

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Workflows bilden die Grundlage moderner Automation. Mit n8n lassen sich diese Abläufe visuell verbinden, automatisieren und intelligent erweitern.

n8n – die Grundlagen

Wie funktionieren Nodes, Trigger und Verbindungen? Wie fließen Daten durch einen Workflow? Die nächste Seite erklärt das Kernkonzept von n8n und zeigt den praktischen Aufbau erster Automationen.